Der Euro (EUR/USD) hat heute Morgen bei
1,4085 eröffnet, nachdem gestern Höchstkurse im US-Handel bei 1,4177
markiert worden sind, berichten die Experten der Bremer Landesbank. Der
Euro bleibe weiter sehr beweglich. Nachdem Unterstützung bei 1,39
US-Dollar gefunden worden sei, wurden nach Angaben der Marktbeobachter
die Widerstände jenseits der Marke von 1,41 ins Visier genommen. Einmal
mehr hätte dem Euro ein Datenkranz geholfen, der weitere konjunkturelle
Stabilisierung der globalen Konjunktur impliziere. Die
Industrieproduktion habe in China per Mai im Jahresvergleich um 8,9 %
nach zuvor 7,3 % zugenommen. Die Prognose sei bei 7,8 % angesiedelt
gewesen. Die chinesischen Einzelhandelsumsätze seien per Mai im
Jahresvergleich um 15,2 % nach zuvor 14,8 % angewachsen. Das
japanische Verbrauchervertrauen habe per Berichtsmonat Mai von zuvor
32,4 auf 35,7 Punkte zugelegt. Die Industrieproduktion sei per April im
Monatsvergleich von +5,2 % auf +5,9 % revidiert worden. China liefere vor allen Dingen eine "Performance", die Ausdruck einer
zunehmend eigenständigen konjunkturellen Entwicklung sei. China sei
Stabilisator der globalen Ökonomie. China dürfe auch als Frühindikator
der globalen Konjunkturlage interpretiert werden. Die US
Arbeitslosenerstanträge seien in der Berichtswoche per 6. Juni von
zuvor 625.000 auf 601.000 (Prognose 615.000) gesunken und hätten damit
den niedrigsten Stand seit dem 24. Januar 2009 markiert. Die US
Einzelhandelsumsätze habe per Mai den Erwartungen entsprechend um 0,5 %
im Monatsvergleich zugelegt. Der Vormonatswert sei von -0,4 % auf -0,2
% angepasst worden, so dass auch hier die positive Überraschung
dominiert habe. Im Jahresvergleich sei es damit zu einem Rückgang um
-9,5 % nach zuvor -9,9 % gekommen. Die US Lagerbestände hätten
einen Rückgang um 1,1 % nach revidiert -1,3 % im Vormonat (zuvor -1,0
%) verzeichnet. Ergo setze sich die Lageranpassung weiter fort. Hier
habe sich der achte Rückgang in Folge ergeben. Unverändert erwarten die
Analysten nach dem bis voraussichtlich bis zum Sommer anhaltenden
"Destocking" ein nachhaltiges "Restocking" im zweiten Halbjahr auf
globaler Basis.